Glaspuffer und Kommissionierer: Produktionsanlage erweitert

Freitag, 26.07.2013

Die Helmut Meeth GmbH & Co. KG hat ihre Produktionsanlage für Kunststoff-Fenster um einen vollautomatisierten Glaspuffer und Kommissionierer erweitert. Die Anlage wird zukünftig Scheiben just in time für die Verglasung bereitstellen und so die Arbeitsabläufe noch effizienter machen. Das Investitionsvolumen für den Glaspuffer und Kommissionierer beläuft sich auf rund 260.000 Euro. Anfang der Woche wurde er in Betrieb genommen.

Im Sommer 2011 eröffnete die Helmut Meeth GmbH & Co. KG ihre neue, hochautomatisierte Produktionsanlage für Kunststoff-Fenster mit zwei Fertigungslinien. Diese Anlage wurde jetzt noch um einen Glaspuffer und Kommissionierer erweitert. „Bei der Anschaffung unserer neuen Maschinen hatten wir dieses Element zunächst zurückgestellt. Doch nachdem wir nun einige Zeit hatten, Erfahrungen zu den Arbeitsabläufen mit der neuen Anlage zu sammeln, sind wir von den Vorteilen des Glaspuffers und Kommissionierers absolut überzeugt. Deshalb haben wir ein wenig umgebaut und ihn in die Fertigung integriert“, erklärt Geschäftsführer Helmut Meeth.

Glaspuffer

Zufrieden mit dem Aufbau des Glaspuffers: Helmut Meeth, Jürgen Götschenberg (Fa. Stürtz), Ralf Dietz, Peter Schmitz (beide Fa. Helmut Meeth) und Stephan Noll (Fa. Stürtz) (v.l.)

Bislang wurden die Glasscheiben für den Fensterbau noch von Hand für die entsprechenden Aufträge zusammengetragen und bereitgestellt. Der neue Glaspuffer und Kommissionierer übernimmt dies nun vollautomatisch. Bei der Anlieferung wird zunächst jede Scheibe geprüft und dann in eines der 120 Fächer einsortiert. Hierbei werden von der Steuerungssoftware die individuellen Auftragsdaten erfasst und hinterlegt. Auf diese Weise kann die Anlage dann für jedes Fenster, das über die Produktionslinie zum Verglasen einläuft, die vorgesehene Scheibe identifizieren und just in time aus dem Glaspuffer zum Arbeitsplatz zuführen.

Für noch mehr Effizienz und Qualität
Durch den Glaspuffer und Kommissionierer wird also zukünftig jede Scheibe passend zum Auftrag und genau zum richtigen Zeitpunkt in den Fertigungsprozess eingebracht. Dies optimiert den Materialfluss und steigert somit die Effizienz der Produktion. Auch die Arbeitsbedingungen werden noch einmal verbessert, da deutlich weniger Scheiben getragen werden müssen. Die Überführung der Glasscheiben von den Transportgestellen in den Glaspuffer erfolgt mithilfe von Vakuum-Hebegeräten.

Glaspuffer

Erfolgreiche Abnahme des Glaspuffers: Norbert Lahr (Fa. Stürtz), Jürgen Stecker, Ralf Dietz, Alfred Stolz, Helmut Meeth (alle Fa. Helmut Meeth), Frank Vitze, Karl-Heinz Stürtz (beide Fa. Stürtz) (v.l.)

Ein weiterer großer Vorteil des neuen Anlagenteils ist, dass jede Scheibe beim Einbringen in den Glaspuffer einzeln überprüft wird, dass also eine Qualitätskontrolle jeder einzelnen Glasscheibe stattfindet. So fallen Fehler im Glas direkt auf, die Scheibe wird dann aussortiert und automatisch eine Neubestellung ausgelöst.

„Natürlich ist die Effizienzsteigerung ein wichtiger Grund gewesen, in den neuen Glaspuffer und Kommissionierer zu investieren. Mindestens genauso wichtig war für uns aber die integrierte optische Eingangskontrolle der Scheiben: Wir können nun sicherstellen, dass jede Glasscheibe, die wir einbauen, fehlerfrei ist. Damit erhöhen wir die Qualität unserer Elemente noch weiter und höchste Qualität steht für unser Unternehmen an erster Stelle“, sagt Geschäftsführer Helmut Meeth.

Wie bereits die komplette Anlage, so stammt auch der Glaspuffer und Kommissionierer von der Stürtz Maschinenbau GmbH. Dank des modularen Aufbaus der Produktionslinien konnte das neue Element leicht integriert werden. Die 120 Fächer des Glaspuffers fassen jeweils bis zu drei Scheiben, wobei die Maximalgröße der Glasscheiben bei 2,50 m x 2,50 m liegt.

(bs)
26.07.13